C.H. Robinson Edge-Bericht

Frachtmarkt-Update: Januar 2026
Automobilindustrie

Autoindustrie steht vor Chip-Engpässen und politischen Kurswechseln.

Veröffentlicht: Donnerstag, Januar 08, 2026 | 12:00 CDT

Der Mangel an Computerchips verlangsamt die Produktion

Rechtsstreitigkeiten beeinträchtigen einen der wichtigsten Chip-Zulieferer der Automobilindustrie, Nexperia, und führen zu Produktionsverzögerungen und -stillständen bei mehreren großen Automobilherstellern. Weitere Werksstilllegungen sind bereits für 2026 geplant.

Chips sind die Grundlage vieler Automobilsysteme, darunter Türgriffe, Lenkung, Bremsen und Infotainmentsysteme. Das Fehlen eines einzigen Chips kann die Produktion zum Erliegen bringen. Im Mittelpunkt des Nexperia-Konflikts stehen Wafer, die Siliziumbasis für Computerchips, die Nexperia China nicht mehr von ihrer niederländischen Muttergesellschaft bezieht. Obwohl Nexperia China derzeit mit einem erheblichen Wafermangel zu kämpfen hat, arbeitet das Unternehmen daran, innerhalb der nächsten sechs bis neun Monate alternative Lieferanten im Inland zu finden.

Die US-Handelsbeschränkungen gegen bestimmte chinesische Unternehmen haben die Situation zusätzlich verkompliziert. Die Folge ist, dass die Produktion nordamerikanischer Automobilzulieferer verlangsamt und deren finanzielle Aussichten beeinträchtigt werden.

Störungen scheinen bis weit ins Jahr 2026 hinein wahrscheinlich. Fortschrittliche Lösungen wie die Transparenz auf Artikelebene und KI-basierte Automatisierung können dazu beitragen, komplexe automobile Lieferketten agiler und widerstandsfähiger gegenüber globalen Umbrüchen zu machen.

Niedrigere Kraftstoffeffizienznorm für in den USA verkaufte Neuwagen vorgeschlagen

Die US-Regierung hat vorgeschlagen, den Kraftstoffeffizienzstandard für Neufahrzeuge bis zum Modelljahr 2031 von derzeit 50 Meilen pro Gallone auf 34,5 Meilen pro Gallone zu senken. Der Vorschlag ist Teil eines umfassenderen Vorhabens, klimabezogene und umweltbezogene Vorschriften zurückzufahren, die für bestimmte Branchen, darunter die Automobilproduktion, als Belastung angesehen werden.

Der Vorschlag sorgt für zusätzliche Unsicherheit in der Automobilindustrie, die in diesem Jahr bereits stark mit Produktionsproblemen zu kämpfen hat. Die Effizienz der Lieferkette bleibt ein entscheidender Faktor zur Eindämmung von Kostensteigerungen. Weitere Unsicherheit entsteht durch laufende Rechtsstreitigkeiten über den neuen Standard, der von einer Koalition von Bundesstaaten unter der Führung Kaliforniens sowie von Umweltgruppen angefochten wird.

Zulieferer sollten sich auf eine mögliche Verschiebung der Prioritäten der OEMs einstellen, wobei der Schwerpunkt weniger auf Leichtbaumaterialien und Elektrifizierung und mehr auf Kostenoptimierung und traditionellen Antriebskomponenten liegen wird. Dies könnte bedeuten, die Produktionskapazitäten neu auszurichten, Verträge neu zu verhandeln und in flexible Lieferketten zu investieren, um sich schnell anpassen zu können, falls regulatorische Änderungen die Nachfrage nach Teilen für Elektrofahrzeuge und fortschrittlichen kraftstoffsparenden Technologien verändern.

Neu eingeführte mexikanische Zölle treffen in China hergestellte Autoteile

Am 1. Januar trat Mexikos neuer Zoll von 25-50% auf Autos und Autoteile aus China und anderen Ländern ohne Freihandelsabkommen in Kraft. Zu den erfassten Importen gehören Waren aus Indien, Südkorea und Indonesien. Die meisten Importe werden mit einem Zollsatz von 35 % belegt, Importe aus China hingegen unterliegen dem Höchstsatz von 50 %.

Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Runde von Zöllen, die darauf abzielen, mexikanische Arbeitsplätze zu schützen, die heimische Industrie anzukurbeln und die Abhängigkeit von China zu verringern. Es bringt Mexiko außerdem näher an die Vereinigten Staaten heran im Vorfeld der anstehenden Überprüfung des Freihandelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) und stärkt seine Position als globaler Nearshoring-Partner.

Eine Neuverhandlung des USMCA-Abkommens könnte die Automobilhandelslandschaft grundlegend verändern.

In diesem Jahr wird es eine umfassende Überprüfung des USMCA-Abkommens geben. Änderungen des Handelsabkommens zwischen den drei Ländern könnten wichtige Auswirkungen auf ihre eng miteinander verflochtenen Automobilsektoren haben. Weitere Einzelheiten finden Sie im Abschnitt „Handelspolitik & Zoll“ dieses Berichts.

Weitere Tarifaktualisierungen

Kanadische Stahlzölle

Kanada hat mit Wirkung zum 26. Dezember 2025 einen 50-prozentigen Aufschlag auf bestimmte Stahlimporte aus Ländern erhoben, mit denen es keine Freihandelsabkommen hat. Die Maßnahme zielt speziell auf die chinesische Überproduktion ab.

Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA bezüglich Zöllen

Eine Entscheidung darüber, ob die US-Regierung Zölle gemäß dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) erheben kann, wird nun in diesem Monat erwartet, möglicherweise schon am Freitag, dem 9. Januar, wenn der Gerichtshof seine erste Urteilsrunde für das neue Jahr verkündet. Im Falle einer Aufhebung könnten Importeure eine Rückerstattung erhalten, allerdings ist die Erwartung eines schnellen Rückerstattungsprozesses gering.

Weitere Einzelheiten finden Sie im Abschnitt „Handelspolitik & Zoll“ dieses Berichts.

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